Als in den sechziger Jahren neue Wohngebiete zwischen dem Verdener Ortskern und dem später als Stadtteil eingemeindeten Borstel entstanden, wurde 1970 das Gemeindezentrum "St. Nikolai" gebaut. Den Namen bekam es von der alten St. Nikolai-Kirche, die nach dem Missbrauch durch napoleonische Truppen als zerstört und nicht wiederherstellbar aufgegeben worden war. Der Standort der ursprünglichen Kirche ist jedoch ein anderer als heute, nämlich im Sandbergviertel in der Innenstadt. Die Kirche dort hatte eine bewegte Geschichte: Von Kirche über Lazarette bis zur Brauerei, Kornbrennerei und schließlich Disco und Fitnessstudio. Zu diesem Zeitpunkt war das Gebäude jedoch schon nicht mehr als Kirche zu erkennen.
In der Nikolaigemeinde am Plattenberg setzte sofort nach der Gründung ein reges Gemeindeleben ein. So kam es, dass dieser Gemeindeteil am 1. Januar 1974 verselbständigt wurde - zur Kirchengemeinde St. Nikolai.
Die Region Verden bildet sich aus den vier Verdener Stadtgemeinden, von denen allein St. Nikolai eine reine Stadtgemeinde ist. Die anderen drei reichen zum Teil weit auf's Land hinaus. Dazu gehören St. Andreas, St. Johannis, Dom zu Verden.
Das Gemeindezentrum mit einem großen Kirchsaal und Gruppenräumen steht neben dem Gottesdienst für die Zwecke einzelner Gruppen zur Verfügung.
Im Jahr 2018 wurde aus dem Gemeindezentrum St. Nikolai durch die Kooperation mit der Stadt Verden ein Gemeinde- und Begegnungszentrum, welches die Gemeinwesenarbeit aktiv mitgestaltet.